SPD, Grüne und Linke verlassen gemeinsam X
Berlin – Frontalangriff auf Elon Musk (54): SPD, Grüne und Linke ziehen sich geschlossen von der Plattform X (ehemals Twitter) zurück. In nahezu wortgleichen Erklärungen heißt es: „X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken“. Zudem fördere die Plattform Desinformation. „Deswegen haben wir uns über Parteigrenzen hinweg entschlossen, unseren Account nicht mehr zu bespielen“, erklärten die Parteien unter dem Hashtag #WirVerlassenX.
Der Rückzug trifft die offiziellen Parteikonten und die Accounts der Bundestagsfraktionen. Auch einzelne Spitzenpolitiker machen Schluss – darunter Jan van Aken (65, Linken-Chef), Katharina Dröge (41, Grünen-Fraktionschefin) und Britta Haßelmann (64, Grüne). Andere waren schon früher weg, etwa Linke-Fraktionschefin Heidi Reichinnek (38).
Die Parteien wollen digital weiterhin präsent bleiben und verweisen auf Alternativen wie Instagram oder BlueSky. Einzelne Mitglieder dürfen zudem selbst entscheiden, ob sie auf X aktiv bleiben.
SPD-Fraktion twitterte zuletzt im Dezember
Laut „Table.Media“ ging die Aktion maßgeblich von der politischen Geschäftsführerin der Grünen, Pegah Edalatian (46), aus. Sie sieht X als „Einfallstor für Desinformation und eine aggressive Debattenkultur“. Beobachter verweisen auch auf Änderungen unter Musk: So wurde das System der „Community Notes“ eingeführt, bei dem Nutzer Beiträge gemeinsam einordnen und mögliche Fehlinformationen sichtbar korrigieren können.
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