„Schade, dass ich nicht einmal ein Herz wert bin“



Eine leise Geschichte über Selbstzweifel, Verletzlichkeit und den wahren Wert eines Herzens


Auf dem Bild sehen wir eine kleine Antilope. Ihre großen, dunklen Augen sind von Tränen gefüllt. Eine einzelne Träne läuft ihr über das Gesicht, eine weitere hängt schwer an ihrem Kinn. Ihr Blick wirkt sanft – und zugleich unendlich traurig.


Darunter steht der Satz: „Schade, dass ich nicht einmal ein Herz wert bin.“


Ein kurzer Satz. Und doch trägt er eine ganze Welt aus Schmerz in sich.


Wenn man beginnt, an sich selbst zu zweifeln


Die kleine Antilope wirkt zerbrechlich. Ihre schmalen Gesichtszüge, die feinen Ohren, der vorsichtige Ausdruck – alles an ihr strahlt Sensibilität aus. In der Wildnis bedeutet Verletzlichkeit Gefahr. Doch auch wir Menschen kennen diese Art von Unsicherheit.


Wie oft denken wir:

Ich bin nicht gut genug.

Ich reiche nicht aus.

Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden.


Manchmal genügt eine Enttäuschung, eine zurückgewiesene Liebe oder ein harter Satz – und plötzlich fühlt es sich an, als hätte man keinen Wert mehr.


Der wahre Irrtum


Doch der Satz unter dem Bild enthält einen stillen Irrtum.

Kein Lebewesen ist „kein Herz wert“.


Der Wert eines Wesens hängt nicht davon ab, wie sehr es beachtet wird. Nicht davon, wie viele Herzen es bekommt. Nicht davon, wie laut jemand seine Liebe zeigt.


Manche Herzen erkennen Schönheit nur, wenn sie glänzt.

Andere erkennen sie, wenn sie leise leidet.


Die Stärke der Sensiblen


Gerade die Zerbrechlichen tragen oft die größte Tiefe in sich. Wer fühlt, kann lieben. Wer verletzt wird, kann Mitgefühl entwickeln. Wer zweifelt, sucht nach Wahrheit.


Die kleine Antilope auf dem Bild erinnert uns daran, dass Sensibilität keine Schwäche ist. Sie ist eine stille Stärke.


Vielleicht ist die Botschaft eine andere


Vielleicht sagt das Bild nicht:

„Ich bin nichts wert.“


Vielleicht sagt es vielmehr:

„Ich habe mein Herz noch nicht dort gefunden, wo es gesehen wird.“


Denn manchmal sind wir nicht zu wenig –

manchmal sind wir nur am falschen Ort.


Und irgendwo gibt es ein Herz, das genau diesen Blick versteht.

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