Herzzerreißender letzter Hilferuf: Wie ein 18-Jähriger nach der Nachricht „Mama, hilf mir“ allein ums Leben kam



Giovanni Pelletier war ein lebensfroher 18-Jähriger aus North Carolina, der im Sommer in Florida war, um Familienzeit zu verbringen und Verwandte zu treffen. Doch sein Besuch nahm eine tragische Wendung: Am 1. August 2025 verschwand Giovanni, wenige Augenblicke nachdem er seiner Mutter eine schockierende SMS geschickt hatte: „Mama, hilf mir“ – ein letzter Hilferuf, der später zu einem Symbol der Verzweiflung und des Verlustes wurde.

Rund eine Woche später wurde seine dekomponierte Leiche in einem Regenrückhaltebecken in Manatee County, Florida, entdeckt – ein Anblick, der bei Familie und Ermittlern gleichermaßen Trauer und viele unbeantwortete Fragen auslöste.
Autopsiebericht: Kein Fremdverschulden, Tod durch Ertrinken

Monate nach dem Fund des Körpers legte der medizinische Untersucher das Ergebnis der Obduktion vor: Giovanni war an einem unfallbedingten Ertrinken gestorben. Trotz des fortgeschrittenen Verfalls seines Körpers gab es laut Untersuchungsbericht keinerlei Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung oder ein Fremdverschulden. Videomaterial und die Autopsieergebnisse stützten die These, dass niemand anderes an seinem Tod beteiligt war.

Im Lebergewebe wurde eine geringe Menge Alkohol nachgewiesen, doch laut Untersucher war dies mit dem natürlichen Verwesungsprozess vereinbar und deutete nicht auf Alkoholkonsum kurz vor dem Tod hin.

Der Obduktionsbericht ergab zusätzlich, dass Giovanni an einer äußerst seltenen angeborenen Fehlbildung der Herzkranzgefäße litt – einem Zustand, der mit einem erhöhten Risiko für plötzlichen Herzstillstand bei körperlicher Anstrengung verbunden ist. Während dies theoretisch zu seinem Tod hätte beitragen können, war nicht eindeutig klar, ob dieser Befund tatsächlich eine Rolle spielte.
Tatort und rätselhafte Details

Als Giovannis Überreste gefunden wurden, befanden sich Spuren von Alligator-Bissen an seinem Körper. Der medizinische Untersucher stellte fest, dass diese eindeutig erst geschehen waren, nachdem der Tod bereits eingetreten war – ein grauenhaftes Detail, das zeigt, wie lange der Körper im Wasser gelegen haben könnte.

Die Identifizierung der Leiche selbst erfolgte einige Tage nach dem Entdecken. Der Ort des Fundes – ein sumpfiger Teich nahe der Interstate 75 in Manatee County – war derselbe Bereich, in dem Giovanni zuletzt gesehen worden war, was darauf hindeutete, dass er sich allein in diese Gegend begeben hatte.
Die Ereignisse des 1. August: Ein beunruhigender Abschied

Giovanni war gerade in Florida angekommen, wo er bei seiner Mutter, seinem Stiefvater und seinen Geschwistern in Englewood zu Gast war. Ursprünglich plante er, seine Familie väterlicherseits zu besuchen und wurde gegen 1:30 Uhr morgens von einem Cousin und zwei weiteren Bekannten abgeholt, die ihn einige Stunden entfernt zu seinem Großvater bringen wollten.

Etwa 30 Minuten nach dem Einsteigen ins Auto erhielt seine Mutter die beunruhigende Nachricht „Mama, hilf mir“ – ein Hilferuf, der sofort Panik auslöste. Zur gleichen Zeit schlief seine Mutter, die für eine bevorstehende Prüfung lernte, und bekam die Nachricht erst verspätet.

Nach Angaben einiger Familienmitglieder hatte es im Fahrzeug zuvor eine Auseinandersetzung gegeben. Die Gruppe gab an, vor der Abfahrt Marihuana konsumiert zu haben. Einer der Cousins behauptete, Giovanni sei in Panik geraten und habe sich aggressiv verhalten, indem er angeblich ein Messer gezogen habe, bevor es ihm entrissen worden sei und er davonlief. Giovannis Mutter aber betonte, dass ein solches Verhalten völlig untypisch für ihren Sohn gewesen sei.
Die verzweifelte Suche und die letzte Videoaufnahme

Trotz intensiver Bemühungen von Familie und Polizei blieb Giovanni mehrere Tage lang verschwunden. Schließlich entdeckte ein Familienfreund Augenzeugen-Videoaufnahmen, die Giovanni allein und scheinbar orientierungslos zeigten, wie er einen steilen Abhang hinunter in Richtung des späteren Fundortes des Teiches rannte. Sheriff Rick Wells erklärte später, dass auf dem Video niemand hinter ihm zu sehen war und es auch keine Hinweise auf eine Verfolgung gab.

Diese Aufnahmen gaben der Familie zumindest eine spärliche Gewissheit: Giovanni war allein unterwegs, als sein Leben tragisch endete.
Unbeantwortete Fragen und bleibende Trauer

Trotz des abschließenden Autopsieberichts bleiben viele Aspekte dieser Tragödie ungeklärt. Was genau zu Giovannis Flucht in die Dunkelheit führte? Wie gelangte er ins Wasser? Und warum konnte er keinen klareren Hinweis auf seine Notlage geben?

Für seine Familie bleibt der Schmerz unermesslich – und die Erinnerung an einen jungen Menschen, dessen letzter Gruß ein verzweifelter Hilferuf war, der um die Welt ging. Sein Schicksal wirft Fragen über Verantwortung, Zufall und menschliche Zerbrechlichkeit auf, auf die es wohl nie eine einfache Antwort geben wird.

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