Es war eine kalte Winternacht. Anahit war auf dem Heimweg, als sie einen kleinen Hund im Schnee sitzen sah. Sein Fell war gefroren, und seine Augen waren voller Angst. Anahit blieb stehen, dachte aber einen Moment lang: „Wenn ich ihn mitnehme, was soll ich dann tun?“ Doch als sie dem Hund in die Augen sah, konnte sie nicht mehr weitergehen. Sie hob ihn hoch, wickelte ihn in ihren Schal und nahm ihn mit nach Hause.
In der ersten Nacht fraß und trank der Hund, den Anahit „Spitak“ nannte, nicht, sondern lag einfach nur in der Ecke und sah sie an. Am nächsten Tag, als Anahit von der Arbeit kam, rannte Spitak schwanzwedelnd zur Tür. Von diesem Moment an waren sie unzertrennlich.
Einige Monate später schrieb Anahit:
„Wenn man den Hund rettet, rettet er einen in Wirklichkeit. Spitak hat mich gelehrt, bedingungslos zu lieben.“
Und jedes Mal, wenn sie mit einer Tasse Tee auf dem Balkon saß, war Spitak neben ihr und ruhte seinen Kopf auf den Knien seiner Herrin. Das Haus wirkte nie wieder leer.
.jpeg)
.jpeg)

Kommentare
Kommentar veröffentlichen