Vogelgrippe in Deutschland: Was Haustierhalter wissen müssen

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Die Vogelgrippe ist derzeit auch in Deutschland wieder auf dem Vormarsch. Vor allem in Nord- und Ostdeutschland gibt es aktuell vermehrt Fälle von toten und sterbenden Vögeln. Was bedeutet das Thema für Dein Haustier und Dich? Sind Hunde oder Katzen gefährdet?

Die Vogelgrippe grassiert seit einigen Tagen unter Wildvögeln und Hausgeflügel in Deutschland. Das hat auch Auswirkungen für Haustierhalter: So sollen etwa Katzen in besonders betroffenen Landkreisen im Haus bleiben. Hunde dürfen dort nur noch an der Leine laufen. Hier erfährst Du, was Haustierhalter bezüglich der Vogelgrippe außerdem beachten sollten.

Können sich Hunde und Katzen mit der Vogelgrippe anstecken?

Generell gilt: Das Risiko, dass sich Hunde oder Katzen anstecken, ist sehr gering. Dem Land Niedersachsen zufolge können sich Katzen nur bei intensivem Kontakt anstecken, etwa wenn sie einen infizierten Vogel fressen. Bei Hunden wurde bislang in keinem Fall eine Infektion festgestellt.

Der natürliche Wirt der Vogelgrippe sind Wasservögel. Andere wilde Vögel wie zum Beispiel Singvögel sind weniger oder gar nicht betroffen. Allerdings sind auch Hausgeflügel gefährdet – wie aktuell erste Fälle in Norddeutschland bestätigen.

Bei Haustieren besteht allerdings das Risiko, dass sich das Virus über sie weiter verbreitet, zum Beispiel indem Hunde oder Katzen tote Vögel verschleppen.

Was bedeuten Sperrzonen?

Wenn ein infiziertes Tier gefunden oder ein Ausbruch in einem Geflügelbetrieb festgestellt wird, errichten die Behörden darum eine Sperrzone im Umkreis von drei Kilometern und eine Beobachtungszone im Umkreis von zehn Kilometern. Aktuell sind davon zwei Kreise betroffen: Segeberg und Steinburg.
Was muss ich beachten, wenn ich in einer Sperrzone wohne?

Hunde dürfen in den Sperr- und Überwachungszonen nur an der Leine geführt werden, auch in Ortschaften. Katzen dürfen dagegen gar nicht mehr nach draußen. Das liegt unter anderem daran, dass erkrankte und geschwächte Vögel eine besonders leichte Beute darstellen, die Katzen fressen oder verschleppen könnten.

Durch das Freilaufverbot soll verhindert werden, dass Hunde und Katzen infizierte Tiere umhertragen und das Virus so weiter verbreiten. Wenn es absolut keine Option ist, dass Deine Katze eine Zeit lang nur im Haus bleibt, kannst Du sie zum Beispiel an der Leine führen. Außerdem sollten Haustierhalter die Grundregeln der Hygiene im Umgang mit ihren Tieren beachten. Wenn keine weiteren verendeten Tiere entdeckt werden, gelten die Auflagen für 30 Tage.

Solange in Deiner Region keine Fälle der Vogelgrippe festgestellt wurden, können sich Deine Haustiere gefahrlos draußen aufhalten. Auch Gassirunden im Wald oder am See sind weiterhin möglich. Dennoch solltest Du Deine Tiere gut beobachten und bei Krankheitssymptomen oder auffälligem Verhalten einen Tierarzt aufzusuchen.
Was kann ich tun, wenn ich tote oder kranke Vögel finde?

Totfunde solltest Du immer dem zuständigen Veterinäramt melden. Beim Kreis Segeberg ist das zum Beispiel unter der Nummer 04551 951 9334 möglich. Die Behörde nimmt von den gemeldeten Tieren Proben, die das Landeslabor auf die Geflügelpest untersucht. Das hilft dabei, die Verbreitung der Vogelgrippe im Land zu ermitteln.

Wer ein totes oder sterbendes Tier findet, sollte aber auf keinen Fall zu ihm gehen oder es sogar berühren. „Wir wissen, dass der Prozess des Sterbens für Beobachtende nur schwer zu ertragen ist“, sagt Markus Overhoff, leitender Amtsveterinär des Kreises Segeberg. „Aber das einzige, was man in diesem Moment noch für einen Vogel tun kann, ist Respekt zu zeigen und ihn friedlich sterben zu lassen. Wer sich ihm nähert, löst einen Fluchtreflex aus und macht es für das Tier dadurch nur noch schlimmer.“

Das betont auch Claudia Nagel. Die Fotografin engagiert sich für den Tierschutz in ihrer Heimat Nordfriesland. Aktuell dokumentiert sie das Ausmaß der Vogelgrippe-Fälle auf Facebook:
  
  
Claudia appelliert dazu, nicht in den Naturschutzgebieten am Deich spazieren zu gehen, vor allem nicht mit freilaufenden Hunden.


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