Darum rennt Dein Hund manchmal wie verrückt umher

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Hundehalter kennen es: Viele Hunde haben zwischendurch ihre wilden fünf Minuten: Dann rast Dein Hund verrückt quer durchs Haus oder durch den Garten. Im ersten Moment scheint dieses Verhalten vielleicht besorgniserregend – DeineTierwelt erklärt, warum das aber ganz normal ist.

Gerade noch scheint Dein Vierbeiner ganz friedlich – und plötzlich springt er wie von der Tarantel gestochen umher. Der Fachausdruck für diese kurzzeitigen Ausraster lautet im Englischen „frenetic random activity periods“ (FRAP), also frenetische, willkürliche Aktivitätsperioden.

Das klingt aber alles erstmal ernster, als es eigentlich ist. Zum einen sind diese Energieausbrüche bei Hunden alles andere als selten. Und zum anderen sind sich Experten einig, dass Hunde ihre verrückten fünf Minuten ruhig ausleben sollen.


So erklärt Marc Bekoff, emeritierter Professor für Ökologie und evolutionäre Biologie, in „Psychology Today“: Durchdrehen sei okay, solange der Hund dadurch nicht sich selbst oder andere gefährde. Dabei ist es egal, ob der Vierbeiner seinem eigenen Schwanz hinterher jagt oder im Zickzack durch die Wohnung flitzt.

Seiner Erfahrung nach seien die schlimmsten Folgen für Hunde höchstens ein verdrehter Knöchel oder Schulter.
Dein Hund spielt verrückt? Kein Grund zur Sorge!

Auch Hundetrainerin Shelby Semel beruhigt Herrchen und Frauchen. „Es gibt keinen Grund, davon alarmiert zu sein“, erklärt sie gegenüber „The Dodo“. „Dabei lassen die Hunde nur ihre Energie raus, die sich oft über einen längeren Zeitraum angestaut hat.“

Welpen und jüngere Hunde seien davon häufiger betroffen als ältere Hunde. Manchmal ist Freude oder Aufregung der Auslöser. Zum Beispiel, wenn ihre Besitzer nach Hause kommen. Manchmal lassen sie sich aber auch von einem anderen Hund, der gerade verrückt spielt, anstecken. Viele Hunde werden auch nach einem Bad besonders aufgedreht. Andere kompensieren so fehlende Bewegung und drehen besonders gegen Abend auf.
Energieschübe beim Hund sicher gestalten

Wenn Du Deinen Vierbeiner gut kennst und genau beobachtest, kannst Du irgendwann die Anzeichen für einen seiner Energieschübe erkennen und die Umgebung absichern. Behalte ihn am besten im Auge, um mögliche Unfälle oder Zusammenstöße mit anderen dabei zu verhindern.

Wenn möglich sorge dafür, dass Dein Hund in einer offenen Umgebung „durchdreht“. Dafür kannst Du ihn zum Beispiel schnell in den Garten schicken. Weil große Hunde Gegenstände leicht umstoßen können, solltest Du zum Beispiel Deine Kaffeetasse und andere Dinge vom Couchtisch räumen, wenn Dein Vierbeiner durchs Wohnzimmer flitzt. Und natürlich solltest Du darauf achten, dass kleine Kinder vor den Energieschüben Deines Hundes sicher sind.

Fazit: Lass Deinen Hund sein „Verrücktsein“ einfach genießen. Den meisten Hunde machen die Energieschübe Spaß – sonst würden sie ja damit aufhören. Es ist einfach ein Teil des Hundelebens, mit dem wir Menschen uns abfinden müssen.



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