9 Katzen-Mythen, die jeder Halter kennen sollte

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Foto: unsplash.com/Kari Shea (Symbolfoto)

Katzen gelten als schwer zu durchschauen – da ist es eigentlich kein Wunder, dass es jede Menge Katzen-Mythen gibt, von denen viele noch immer glauben, dass sie stimmen. Weil das allerdings gefährlich werden kann, entlarven wir für Dich die gängigsten Katzen-Irrtümer.
Katzen landen immer auf den Pfoten

Der Mythos, dass Katzen immer auf ihren Pfoten landen, wird so oft bestätigt, dass wir manchmal vergessen, dass es auch Ausnahmen gibt. Denn: Katzen sind sehr grazil, landen wirklich häufig auf ihren Pfoten. Aber eben nicht immer. Der Grund für die gute Balance der Miezen ist ihr Stellreflex, mit dem sie sich so orientieren können, dass sie sicher auf ihren Pfoten landen.

Auch in den Katzenohren sitzt eine Art Vorrichtung, mit der sie balancieren und sich orientieren. „Dadurch merken Katzen ziemlich schnell wo oben ist und drehen ihren Kopf dorthin, damit der Körper folgt“, erklärt Tierärztin Dr. Jennifer Freeman. Doch diese beiden Mechanismen funktionieren nicht immer – besonders wenn eine Katze aus großer Höhe fällt.


Und selbst wenn eine Mieze auf ihren Pfoten landet, kann sie sich dabei Knochenbrüche oder andere Verletzungen zuziehen. Internationalen Statistiken zufolge ist die Verletzungsgefahr von Katzen bei einem Sturz aus rund drei bis dreieinhalb Metern am größten. In New York soll dagegen schon mal eine Katze aus dem 18. Stock gefallen sein – und überlebt haben.


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Milch ist gut für Katzen

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass man auch erwachsenen Katzen noch Milch geben kann und dass das sogar gesund ist. Während Kitten Kuhmilch zwar vertragen, ändert sich das im Erwachsenenalter. Denn ausgewachsenen Katzen fehlt das Enzym, mit dem sie die Milch verdauen können – die Miezen werden laktoseintollerant.

Übrigens solltest Du auch Kätzchen nach Möglichkeit keine Kuhmilch geben. Tierschutzorganisationen betonen, dass diese nur die Milch ihrer eigenen Mutter trinken sollten – oder spezielle Ersatzmilch, die man über den Tierarzt bekommen kann. Wenn es Dir nur darum geht, dass Deine Katze Flüssigkeit aufnimmt, greif lieber auf Wasser oder Nassfutter zurück.
Katzen hassen Wasser

Apropos nass: Dass Katzen Wasser hassen stellen viele gar nicht erst in Frage – dabei gibt es durchaus auch Miezen, die vor dem Wasserstrahl oder der Badewanne nicht direkt Reisaus nehmen. Einige spielen sogar gerne damit. Allerdings stimmt es, dass Katzen nicht gerne vollständig im Wasser sind.


Foto: Envato Elements (Symbolbild)

Katzen und Hunde können sich nicht ausstehen

Hunde und Katzen sind sich spinnefeind – das versuchen uns zumindest etliche Filme und Fernsehshows weiszumachen. Dabei handelt es sich bei der „Abneigung“ oft nur um ein Kommunikationsproblem zwischen zwei Tierarten. Deshalb müssen wir als Vermittler funktionieren, dafür sorgen, dass diese Kommunkationslücke best möglich überbrückt wird.

Sicher ist: Wenn sie aneinander gewöhnt sind, können sich auch Hunde und Katzen prima verstehen.


Katzen sind im Haus unglücklich

In der Regel haben Katzenhalter zwei Option: Entweder ihre Katze wird ein Stubentiger oder eine Freigängerkatze. Einige denken, dass letztere Möglichkeit auch für domestizierte Katzen der einzig wahre Lebensstil ist.

Katzen-Experte Jackson Galaxy zufolge sei das aber von Katze zu Katze unterschiedlich. Er selbst sei eher ein Fan von Katzen, die im Haus bleiben. Sie haben nämlich eine deutlich höhere Lebenserwartung als Freigänger – draußen weit mehr Gefahren wie Autos, Parasiten oder verfeindete Katzen.
Katzen brauche kaum Pflege

Es stimmt zwar, dass Katzen zumindest im Vergleich mit Hunden etwas weniger Aufmerksamkeit fordern und nicht wirklich pflegeaufwändig sind – aber sie brauchen Pflege. Die Vorstellung von Katzen, die kaum Pflege benötigen, kann sogar gefährlich werden, zum Beispiel wenn Katzenhalter denken, dass sie ihre Miezen tagelang alleine lassen können. Und selbst wenn Katzen genug Futter und Wasser haben, brauchen sie genauso unsere Gesellschaft wie Hunde – sonst können sie Trennungsangst bekommen.


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Aberglaube: Schwarze Katzen bringen Pech

„Schwarze Katze von links, Unglück bringt’s“ – mit diesem Spruch sind viele von uns aufgewachsen, auch in anderen Kulturen stehen Katzen für die Überbringer von Pech. Dass an solchen Ammenmärchen nichts dran ist, wissen wir natürlich mittlerweile – trotzdem haben es auch heute noch schwarze Katzen in Tierheimen schwerer, vermittelt zu werden. Dabei können sie Dir genauso viel Liebe, Zuneigung und Glück schenken, wie jede andere Mieze auch.

Katzen haben sieben Leben

In Deutschland sagen wir oft, dass eine Katze sieben Leben hat – im englischsprachigen Raum sind es sogar neun Leben. Woher diese Annahme kommt, ist ein Mysterium für sich. Schon in Shakespeares „Romeo und Julia“ ist von den neun Leben der Katze die Rede. Einige vermuten aber, dass diese Katzen-Mythen schon im alten Ägypten entstanden sind: Damals galten Katzen als göttliche Kreaturen mit übernatürlichen Kräften.

Wahrscheinlicher ist aber, dass dieses Vorurteil einfach entstanden ist, weil Katzen oft selbst aus kniffligen Situationen weitestgehend unbeschadet hervorgehen. Sei es bei Stürzen aus hoher Höhe oder bei Naturkatastrophen wie Erdbeben.

Foto: unsplash.com/Priscilla du Preez (Symbolfoto)

Katzen sind Einzelgänger

Die Gründe für diesen Mythos liegen auf der Hand: Während Hunde von Wölfen – also Rudeltieren – abstammen, leben die meisten Wildkatzen alleine. Allerdings teilen wir unseren Alltag nicht mit Wild- sondern mit Hauskatzen. Und die sind es gewohnt, enge Bindungen mit Menschen zu bilden.

Der Myhtos wird vermutlich verstärkt, weil wir Katzen durch die „Hunde-Brille“ betrachten. Vergleiche man die Miezen mit Hunde, entstehe schnell der Eindruck, sie seien abweisend und weniger verschmust.


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