Falsche Tierliebe: Warum Du Igel auf keinen Fall einsammeln solltest

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Foto: pixabay.com/Alexas_Fotos

Viele Tierfreunde meinen es nur gut – aber indem sie im Herbst vermeintlich unterernährte Igel einsammeln, schaden sie den Tieren, denen sie eigentlich helfen wollen. Immer wieder berichtet der „NABU“ von solchen Fällen, die sich gerade im Herbst häufen. DeineTierwelt erklärt, warum es falsch ist, Igel einzusammeln.

Den frühsten Anruf von einer Frau, die einen Igel eingesammelt hatte und ihn nun dem „NABU“ übergeben wollte, erreichte Rüdiger Wohlers vom „NABU Niedersachsen“ am 4. Juli.

„Sie wollen doch nicht abstreiten, dass jetzt bald die kalten Nächte kommen“, habe die besorgte Dame hysterisch in den Höre gerufen, so Wohlers. Nun solle der „NABU“ ihre vier vermeintlich geretteten Igel abholen, „weil es ja nun kälter wird und die Tiere es gut haben sollen“.


Aufgrund solcher Fälle sprechen Naturschützer mittlerweile von einer „Einsammel-Mentalität“, mit der Tierfreunde Igel in Bedrängnis bringen würden.

Denn: Kaum steht der Herbst vor der Tür, liefern „Retter“ zahlreiche Igel bei Naturschützern an – immer unter der falschen Annahme, das völlig gesunde Tier sei unterernährt oder krank.


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Deshalb appelliert der „NABU“, Igel nur in absoluten Notfällen einzusammeln. Igel sind nämlich Wildtiere, die „nur ausnahmsweise der Natur entnommen werden dürfen, zum Beispiel, wenn sie wirklich krank oder verletzt sind.“ Und dann auch nur durch Experten: „Dann sollten sie aber unbedingt erfahrenen, kompetenten Händen zugeleitet werden, zu denen stets der örtliche Tierarzt gehört“, sagt Wohlers.

Igelfreunde, die sich unsicher sind, ob es sich um einen Notfall handelt, sollten sich eine Einschätzung von eben diesen Experten holen, rät Wohlers. Sind diese nicht erreichbar, könne man auch die Tierrettung der Feuerwehr oder die Polizei zur Rate ziehen.
Statt Einsammeln: Tierfreundliche Winter-Hilfe für Igel

Das Igel-Einsammeln führe hingegen nur dazu, dass Tiere, die sich in der Wildnis wohlfühlen, ihr Dasein unnötigerweise in menschlicher Obhut fristen würden. Und das kann man als Tierfreund auch nicht wollen.

Wer Igeln dennoch durch den Winter helfen will, kann das auf deutlich tierfreundlichere Weise tun: Nämlich, indem man den Tieren, deren Lebensraum immer weiter schwindet, Möglichkeiten zur Überwinterung bietet – zum Beispiel, indem man Laubhaufen im Garten liegen lässt oder Igelhäuser aufstellt.


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