Warum fahren Katzen so auf Katzenminze ab?

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Sie sieht aus wie ein normales Kraut, bringt Katzen aber verlässlich um den Verstand: Katzenminze. Warum übt die Pflanze so eine enorme Anziehungskraft auf unsere Miezen aus? Die Gründe dafür sind noch immer unklar – obwohl dazu bereits viel geforscht wurde.

Fachleute sprechen bei Katzenminze von einem ganzjährigen Lippenblütler. Das alleine macht die Pflanze für Katzen aber natürlich nicht so attraktiv. Laut Tierärztin Dr. Stephanie Austin liegt die Anziehungskraft vor allem an dem Nepetalacton.

Der Duftstoff ist Bestandteil der Blätter und des Stamms der Katzenminze, erklärt sie gegenüber „The Dodo“. Mithilfe von Nepetalacton wehrt die Pflanze Insekten ab – komplett gegenteilig ist die Wirkung auf Katzen.

Katzen helfen, die Katzenminze zu verbreiten

Geschlechtsreife Katzen werden von dem Nepetalacton angezogen, weshalb getrocknete Katzenminze manchmal in Katzenspielzeug enthalten ist. Einige Katzen fressen frische Katzenminze, etwa im Garten. Sie reiben ihren Kopf oder Körper daran und manchmal wälzen sich die Miezen sogar in der Pflanze – was diese sich zu nutzen macht. Denn wenn sich die Katzen darin wälzen, bleiben oft Klausenfrüchte im Fell haften und fallen irgendwann wieder zu Boden. Dadurch kann sich die Pflanze ausbreiten.

Mittlerweile haben bereits einige Forscher untersucht, warum die Katzenminze für unsere Samtpfoten so anziehend ist. Die genauen Gründe sind allerdings noch immer unbekannt.

Eine These besagte, dass Katzenminze wie ein Aphrodisiakum auf die Miezen wirken könnte – allerdings reagieren auch kastrierte Katzen auf ihren Duft, was diese Wirkung ausschließt.
Wissenschaftler erforschen das Phänomen Katzenminze noch

Eine andere Erklärung könnte sein, dass die Reaktion der Katzen auf die Pflanze genetisch bedingt ist. Demnach werden etwa 70 Prozent aller Katze von Katzenminze angezogen. Besonders Jungtiere und sehr alte Katzen zeigen nur eine sehr geringe Anziehung. Übrigens stehen neben Hauskatzen auch Großkatzen wie Löwen, Jaguar und Leoparden auf den Geruch der Pflanze.

Kürzlich hat Biochemikerin Sarah E. O‘Connor mit ihrem Team bei einer Studie eine interessante Entdeckung gemacht: Sie fanden ein bisher unbekanntes Enzym. Es ist maßgeblich für die Bildung des bei Katzen so beliebten cis-trans-Nepetalacton verantwortlich. Wenn dieses Molekül die Geruchsrezeptoren in der Katzennase erreicht, stimuliert das die Katze.

Wie genau aber das Molekül diese Wirkung erzeugt und warum Katzen so darauf reagieren, ist noch immer unklar. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin „Spektrum“.

Übrigens: Mit getrockneter Katzenminze kannst Du super Spielzeug für Deine Mieze selber basteln.



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