USA: Löwen-Pärchen nach 21 Jahren gemeinsam eingeschläfert

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Foto: L.A. Zoo


Ein Leben lang waren die Löwen Hubert und Kalisa unzertrennlich. Nachdem beide aufgrund ihres hohen Alters erkrankt waren, hat der Zoo von Los Angeles (USA) die Afrikanischen Löwen deshalb gleichzeitig eingeschläfert – damit keiner der beiden ohne den anderen leben. 

Der L.A. Zoo verabschiedet sich von zwei besonderen Löwen: Hubert und Kalisa waren einander treue Partner und wurden beide immerhin 21 Jahre alt – die durchschnittliche Lebenserwartung Afrikanischer Löwen in Zoos liegt bei 17 Jahren, in freier Wildbahn sogar noch etwas darunter. Hubert und Kalisa konnten also auf ein ungewöhnlich langes Leben zurückblicken.
Gesundheitliche Probleme: Löwen-Paar eingeschläfert

Die letzten sechs Jahren ihre Lebens verbrachten sie zusammen im Zoo in Los Angeles. Doch vor wenigen Wochen mussten die Mitarbeiter eine schwierige Entscheidung treffen: Am 30. Juli schläferten sie das Löwen-Paar ein. Gesundheitlich ging es beiden immer schlechter und Alterserkrankungen verringerten zusehends ihre Lebensqualität, teilte der Zoo mit.


„Hubert und Kalisa sind ein ikonischer Teil des L.A.-Zoo-Erlebnisses und unsere Mitarbeiter und Gäste waren von ihrer loyalen Partnerschaft berührt“, so Geschäftsführerin und Zoodirektorin Denise Verret. „Diese Löwen bleiben ein positiver Teil unserer Geschichte und sie werden uns sehr fehlen.“
Zoo L.A. trauert um Löwen Hubert und Kalisa

„Das ist ein schwerer Verlust für unsere Zoogemeinschaft“, sagt auch Alisa Behar, die im L.A. Zoo für die Säugetiere zuständig ist. „Am frühen Morgen hörten die Mitarbeiter immer Huberts Morgen-Brüllen und ich persönlich werde es vermissen, sie bei meinen Spaziergängen über das Gelände zu hören.“

Ähnlich wird es wohl auch den Gästen des Zoos gehen, für viele gehörte das Paar zum Höhepunkt des Zoobesuchs. „Diese Löwen waren sowohl zusammen als Paar als auch alleine sehr charismatisch, aber sie waren kaum von einander getrennt. Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit galt immer einander, sie haben sich oft zusammen ausgeruht, geschmust und gehätschelt”, erzählt Zoo-Mitarbeiter Beth Schaefer gegenüber der „Los Angeles Times“.

„Man kann nicht an Hubert denken ohne seine Partnerin Kalisa, sie waren unzertrennlich“, findet auch Alisa Behar. Hubert kam am 7. Februar 1999 im Lincoln Park Zoo zur Welt. Er zeugte zehn Junge und traf Kalisa, die am 26. Dezember 1998 geboren wurde, im Woodland Park Zoo in Seattle. Von dort kamen sie 2014 nach L.A. Obwohl sie ein Leben lang zusammen waren, bekamen die beiden treuen Löwen keine gemeinsamen Jungen.
Afrikanischer Löwe gilt als gefährdete Tierart

Dass die Afrikanischen Löwen so lange gelebt haben zeige, mit welch hohem Standard die Tierärzte und Pfleger alte Tiere im Zoo umsorgen würden, so die Zoodirektorin. Die Population Afrikanischer Löwen in freier Wildbahn sinkt, aktuell leben dort Schätzungen zufolge nur noch 23.000 bis 39.000 Tiere.

Bedroht wird die Art vor allem durch Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren, den Schwund ihrer Beute, illegalen Handel mit Körperteilen von Löwen für traditionelle Medizin, Trophäenjagd und Krankheit.



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