Sachsen-Anhalt/Thale: Altenheim erlaubt Bewohnern, mit ihren Haustieren zusammenzuwohnen

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Sobald man ein gewisses Alter erreicht hat und aufgrund dessen nicht mehr in der Lage ist, alleine zu wohnen, gibt es für die meisten Menschen nur eine Möglichkeit: Das Altenheim.

Manche älteren Menschen haben zwar das Glück, dass ihre Kinder sie in irgendeiner Form aufnehmen können, doch die Regel ist das nicht.

Wer dann in ein Altenheim einzieht, muss sich neben dem eigenen Besitz auch traurigerweise von seinem Haustier verabschieden. Diese Trennung ist für alle Beteiligten natürlich hochemotional und viele leiden auch später darunter.

Ein Altenheim in Sachsen-Anhalt verhindert nun dieses Lebewohlsagen.

Wenn man in einer Alter gekommen ist, bei dem man sich fast ausschließlich nur noch um sich selber kümmern kann, dann sollte man dem eigenen Tier zuliebe auch so ehrlich sein und es in irgendeiner Form abgeben bzw. in der eigenen Familie unterbringen.

Häufig werden diese Menschen dann auch in ein Altenheim verlegt, wo in der Regel sowieso keine Tiere erlaubt sind.

Der Senioren-Wohnpark Thale im Harz, Sachsen-Anhalt, geht laut Bild nun aber andere Wege.

Dort haben die Bewohner die Möglichkeit, ihren Hund, ihre Katze oder welches Haustier auch immer mit ins Altenheim zu nehmen, um dort mit ihrem Liebsten zusammenzuleben.


Wenn das Frauchen oder Herrchen nicht mehr in der Lage sein sollte, sich artgerecht um das Tier zu kümmern, kommt die 57-jährige Cordula Mathe ins Spiel.

Sie ist die Tierbeauftragte des Seniorenheims und übernimmt zusammen mit ihren Kollegen die Betreuung der Tiere, sollte es mal zu einem Notfall, wie ein plötzlicher Krankenhausaufenthalt, kommen.
Jeder weiß genau, was zu tun ist

Der 63-jährige Altenpfleger Jürgen Müller beschreibt die Arbeitsaufteilung, wenn die Tiere einmal gefüttert sind, wie folgt:

„Meist drehen wir eine große Runde am Bodetal.“


Zunächst gab es in dem Seniorenheim nur im Wohnbereich „Dementina“, wo Demenzkranke wohnen, einen sogenannten Therapiehund. Doch mittlerweile dürfen alle Bewohner sowie auch Besucher ihre Tiere mit ins Gebäude bringen.

Dadurch wohnen bislang zwei Hunde, zwei Katzen und zwei Vögel im Senioren-Wohnpark Thale und sollte eine Besitzerin oder ein Besitzer irgendwann nicht mehr unter uns weilen, weiß Cordula Mathe bereits, wie es dann mit den Tieren weitergeht:

„Entweder andere Bewohner kümmern sich, Mitarbeiter nehmen das Tier bei sich auf oder wie suchen mit dem Tierheim Quedlinburg ein neues Zuhause.

Ins Tierheim musste keins.“

Bewohner sind obenauf

Heinz-Jürgen Werner, 70-jähriger Rentner, der im April mit seiner Katze Hetti einzog, ist sehr glücklich über seinen Platz im Wohnheim:

„Für Hetti zahle ich nur Futter, Katzenstreu und wenn sie mal zum Tierarzt muss.“

Für die 43-jährige Wohnpark-Leiterin Manuela Pickert gehört das zu einem schönen Zusammenleben dazu:

„Tiere kosten bei uns nicht extra.


Viele unserer 100 Mitarbeiter haben selbst Tiere. Sie kümmern sich gern.“

Durch diesen Schritt wurde mit Sicherheit die eine oder andere Abschiedsträne verhindert.

Das Altenheim ermöglicht seinen Bewohner auf diese Weise, mit ihren Tiere zusammen alt zu werden und weiterhin eine Bezugsperson zu haben.

Teile diesen Artikel, wenn du auch der Meinung bist, dass diese Herangehensweise in weiteren Altenheimen umgesetzt werden sollte.

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