Darum sind Blaualgen so gefährlich für Deinen Hund

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Foto: Envato Elements (Symbolfoto)

Die Hitze der vergangenen Wochen lockt jede Menge Menschen und Tiere an die Badeseen des Landes. Dass dies nicht ungefährlich ist, liegt unter anderem an ihnen: den Blaualgen. Wie Du sie erkennst und was Du bei einer Vergiftung tun musst, erklärt Dir DeineTierwelt.

Blaualgen heißen zwar Algen, sind aber eigentlich keine – wissenschaftlich gesehen gehören sie zu den Bakterien. Und auch, wenn sie deutlich häufiger in Süßwasser anzutreffen sind, können sie sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser vorkommen.

Auch das „blau“ im Namen ist irreführend, da die meisten ihrer Vertreter eher schwarz-grüne Beläge an Steinen oder leuchtend grüne Schlieren an der Wasseroberfläche verursachen – der Name stammt von einem blauen Farbstoff, den einige Blaualgen-Arten produzieren können, um ihre Leistung zu steigern. Es gibt außerdem noch Blaualgen mit einem roten Farbstoff.

Allen Blaualgen ist aber eines gemein: Sie bilden undurchsichtige, schlierige Algen-Teppiche an der Oberfläche des Wassers.


Foto: wikipedia.org/Fice (CC BY-SA 3.0)

Gewässer, die mit Blaualgen befallen sind, sind überversorgt mit Nährstoffen und haben zusätzlich zu wenig Sauerstoff. Gerade im Hochsommer passiert das in Badeseen relativ schnell.

Daher sollte man amtliche Warnungen, Schilder oder Beobachtungen von anderen Besuchern immer ernst nehmen und auf das Baden verzichten.

Blaualgen produzieren nicht nur Sauerstoff und Schwefel, sondern auch eine Vielzahl an Giftstoffen. Die Hauptwirkstoffe sind einmal ein Nervengift, welches Muskelkrämpfe und eine Atemlähmung verursacht. Das zweite Gift führt zu einer Zerstörung der Leberzellen und damit zu einem akuten Leberversagen, welches ebenfalls tödlich endet.
Erste Anzeichen einer Vergiftung: Durchfall und Erbrechen

Hat Dein Hund in einem Gewässer mit Blaualgen gebadet, sind die ersten Symptome einer Vergiftung Durchfall und Erbrechen. Anschließend können Krämpfe, starkes Hecheln und vermehrtes Speicheln auftreten. Im Endstadium einer Vergiftung liegt der Hund in Seitenlage und zeigt schlaffe Lähmungserscheinungen bis hin zum Atemstillstand.

Und dazu braucht es nicht viel: Die Seite CliniTox stuft das Gift der Blaualgen als sehr stark ein, was bedeutet, dass Vergiftungssymptome schon nach der Aufnahme geringer Pflanzenmengen auftreten.


Foto: Imago/Westend61 (Symbolfoto)

Hast Du den Verdacht, dass Dein Hund das Gift der Blaualgen mit dem Wasser aufgenommen haben könnte, gehört er so schnell wie möglich in fachkundige Hände, etwa in eine Tierklinik. Dort können allerdings nur die Folgen der Vergiftung behandelt werden, ein Gegengift gibt es nicht.

Die Therapie besteht unter anderem aus Infusion zur Kreislaufstabilisierung, krampflösenden Medikamenten und Leberschutzpräparaten. Aktivkohle kann helfen, das Leber-Toxin aus dem Körper zu entfernen. Gegen das Nervengift wirkt Aktivkohle jedoch nicht. Ein mit Blaualgen vergifteter Hund ist jedoch immer ein Intensivpatient und hat in den allermeisten Fällen eine schlechte Prognose.
So schützt Du Deinen Hund vor Blaualgen

Damit es gar nicht erst zu solch einem schrecklichen Szenario kommt, ist es wichtig, dass Du Dich vor einem Badeausflug über den See informierst. Von einem Blaualgen-Befall wird in der Regel in der Lokalpresse berichtet – und auch an dem Gewässer sind meist Hinweisschilder aufgestellt.

Dann darf Dein Hund auf keinen Fall in Kontakt mit dem Wasser des Sees kommen. Hast Du selbst Blaualgen entdeckt, informiere unbedingt die Stadt- oder Kreisverwaltung, in der das Gewässer liegt. So kannst Du am effektivsten verhindern, dass sich andere Vierbeiner oder Menschen vergiften. Das war erst kürzlich in der Schweiz passiert.


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